HELMHOLTZ-ZENTRUM BERLIN, NEUBAU EINES FORSCHUNGS- UND LABORGEBÄUDES, NEUTRONENLEITERHALLE FÜR STRUKTURFORSCHUNG

Das Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie erweiterte am Standort Wannsee seine Forschungseinrichtungen um eine zweite Neutronenleiterhalle. Unmittelbar angegliedert sind Auswerte- und Messplätze, Werkstätten und Büros. Es werden Experimente mit Neutronenstreuung in Kombination mit starken Magnetfeldern und tiefen Temperaturen durchgeführt. Bestandteil der Vorplanung war eine Machbarkeitsstudie zur Integration eines Hochfeldmagneten. Nach sechs Jahren Entwicklungszeit in den USA wurde er 2014 angeschlossen. Weltweit einmalig können Forscher nun Proben einem Magnetfeld von bis zu 25 Tesla aussetzen und gleichzeitig mit Neutronen aus dem Forschungsreaktor BER II bestrahlen. Der Neubau im räumlichen Verbund mit benachbarten Bestandsbauten stellte höchste Ansprüche an die Brandschutz- und Strahlenschutzplanung.

Der klare Kubus mit einer aus blaugrau eloxierten gegliederten Aluminium-Paneel-Fassade fügt sich ordnend in die heterogene Gebäudestruktur des Institutsgeländes ein. Blickfang ist die farbige, in einem Wechselspiel aus transparenten, geschlossenen und transluzenten Elementen gestaltete Fensteröffnung an der Südfassade.

Dgi Leistungen

LPH 1-9 HOAI

Zeitraum

2002 - 2004