JOHANNES GUTENBERG-UNIVERSITÄT MAINZ CENTRUM FÜR FUNDAMENTALE PHYSIK [CfP] NEUBAU, UMBAU UND SANIERUNG VON FORSCHUNGSBAUTEN CfP I / CfP II

Nach einem bundesweiten Wettbewerb der Universitäten erhielt das Excellenzcluster ‘Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter’ [PRISMA] den Zuschlag und damit eine Förderung für die Spitzenforschung in der Teilchen- und Hadronenphysik. Hierzu zählen insbesondere die Erforschung der dunklen Materie, die den weit überwiegenden Teil der gesamten Materie des Universums ausmacht, sowie die Suche nach ‘neuer Physik’, die im Rahmen der etablierten Theorie des sogenannten Standardmodells der Elementarteilchenphysik nicht erklärt werden kann. Ein für die Erforschung dieser Thematik zentraler Bereich ist die Neutrino- und Astroteilchenphysik. Die wesentliche experimentelle Schwierigkeit besteht darin, die Effekte von sehr schwach wechselwirkenden Teilchen nachzuweisen. Um diese Forschungsprogrammatik umzusetzen und die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen zu schaffen, plant die Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Erweiterung des bestehenden Institutskomplexes zu einem Centrum der fundamentalen Physik [CfP].
Die Baumaßnahmen umfassen mehrere Neu- und Anbauten, die unter dem Projektnamen ‘Forschungsbauten CfP I’ zusammengefasst sind sowie den Neubau eines ‘Labor- und Bürogebäudes CfP II’.
In den Neubau CfP II werden für sechs neue Arbeitsgruppen sowie Gastwissenschaftler aus den Forschungsschwerpunkten Neutrinophysik, Astroteilchenphysik, dunkle Materie, Präzisionsphysik bei niedrigen Energien und Beschleunigerphysik Büros und Speziallabore für die Detektorentwicklung integriert, darunter ein Reinraum, eine Neutronen-Bestrahlungseinheit sowie eine Schwerlast-Montagehalle für den Zusammenbau großer Detektoreinheiten. Hinzu kommen ein multifunktionaler Konferenzbereich für das Mainz Institute for Theoretical Physics [MITP] sowie Büroflächen für die Verwaltung des Excellenzclusters.

Die große Herausforderung des Generalplanerteams unter der Leitung von DGI Bauwerk, die 2016 den Zuschlag in einem Verhandlungsverfahren [VOF] erhielt, liegt darin, die sehr komplexen baulichen und technischen Anforderungen [u.a. Strahlenschutz, Schwingungsarmut, komplizierte Gründungssituation sowie bauliche Schnittstellen zu Bestandsgebäuden aus unterschiedlichen Entstehungszeiten] in einem stimmigen Konzept zusammenzuführen und die reibungslose Bauausführung der diversen Teilbaumaßnahmen bei laufendem Universitätsbetrieb sicherzustellen.

Dgi Leistungen

Generalplanung, LPH 2-9

Zeitraum

2016-2021

Partner

GHBA | Objektüberwachung
Krebs + Kiefer | Tragwerksplanung
PGMM | Technische Gebäudeausrüstung HLSK, MSR, Laborplanung
Müller & Bleher | Technische Gebäudeausrüstung ELT, Fördertechnik
TDB Landschaftsarchitektur | Freianlagen