Die denkmalgeschützte Schule am Park in Hamburg-Harburg wurde umfassend umgebaut und saniert. Im Zuge der Modernisierung von den Anforderungen einer Stadtteilschule zu einer vierzügigen Grundschule wurde das bestehende Raumprogramm neu organisiert und um zeitgemäße Lernräume erweitert.
Das Schulgebäude wurde 1902 ursprünglich als höhere Mädchenschule errichtet und im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. In den 1950er Jahren ergänzte man das U-förmige Hauptgebäude um eine übereinanderliegende Aula und Sporthalle im Zentrum des Bauwerks. Dabei wurden neue Fassaden und Einbauten im Stil der 1950er Jahre integriert, während die ursprünglichen Fensteröffnungen des Altbaus weitgehend erhalten blieben. Dies führte zu zwei deutlich unterschiedlichen Ansichten des Gebäudes von der Park- und der Hofseite. Die innere Struktur entsprach bis zur Sanierung dem typischen Flurschulprinzip jener Zeit, dessen räumliche Organisation im Zuge des Umbaus an heutige Anforderungen angepasst wurde.
Der Umbau schafft eine zeitgemäße Lernumgebung, die den altersspezifischen Bedürfnisse der Schüler:innen gerecht wird und optimale Bedingungen für das ganztägige Lernen schafft. Klassen- und Fachräume wurden neu gegliedert und um Vorschulgruppen- sowie Sozialräume ergänzt. Eine zusätzliche Treppenanlage verbessert die Erschließung, der Brandschutz wurde durch eine Kompartmentierung optimiert und die Klassenräume sind sinnvoll im seitlichen Anbau zusammengeführt. Im Untergeschoss wurde eine moderne Produktionsküche für die Mensa im Erdgeschoss eingebaut. Im Rahmen der Sanierung wurde auch die ehemalige farbige Fassadengestaltung der 1950er Jahre wiederhergestellt. Als denkmalgeschütztes Gebäude war eine enge Abstimmung mit der Denkmalpflege erforderlich, insbesondere im Umgang mit den verschiedenen Zeitschichten, die das Gebäude prägen. An begleitenden Maßnahmen wurden auch die Außenanlagen neu gestaltet und eine neue Einfeldsporthalle errichtet.
Der Museumsverein Harburg würdigte die vorbildliche Sanierung des Gebäudes im Stil der Neugotik mit dem Denkmalpreis 2025.